Geschichte Dresdens
Dresden vor dem Zweiten Weltkrieg
Erste Siedlungen im Dresdner Raum bestanden bereits in der Steinzeit. Urkundlich wird Dresden erstmals 1206 erwähnt. Damals hieß die Stadt "Dresdene", stammt vermutlich aus dem Slawischen von „Drežďany“, was soviel wie „Auwaldbewohner“ bedeutet. Ende des 15. Jahrhunderts wurde Dresden Regierungssitz der Wettiner und somit zur Residenzstadt der sächsischen Herrscher. 1685 wurde Altendresden durch einen Großbrand zerstört. Daraufhin entstand die Neustadt mit prächtigen Bauten im Barockstil. 1694 trat Kurfürst Friedrich August I. - auch "August der Starke" genannt - seine Herrschaft an. Unter seiner Führung entwickelte sich Dresden zum Kunst- und Kulturzentrum. 1760 wurden große Teile der Stadt von den Preußen zerstört. 1918 wurde die Monarchie abgeschafft und Dresden zur Hauptstadt des Freistaates Sachsen.Zerstörung im Zweiten Weltkrieg
1933, nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, wurde der Sächsische Landtag aufgelöst. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges blieb Dresden von Luftangriffen und Zerstörung verschont. Vom 13. bis 14. Februar 1945 wurde Dresden Opfer des größten Luftangriffs im Zweiten Weltkrieg. Dabei wurden Dresdens Innenstand und viele der barocken Kunstwerke völlig zerstört. 1951 begann der Wiederaufbau des Stadtzentrums.Dresden in der DDR
Dresden verlor 1952 durch die Auflösung des Landes Sachsen durch die DDR ihre Funktion als Landeshauptstadt. Während der DDR-Zeit wurden viele Reste der alten Stadt beseitigt und Ruinen gesprengt. In den Stadtteilen Prohlis und Gorbitz entstanden Großsiedlungen, um der Wohnungsnot ein Ende zu bereiten. Nur wenige der alten Gebäude wurden wieder hergerichtet. Aber im Jahr 1985, zum 40. Jahrestag der Zerstörung Dresdens, wurde die Semperoper nach achtjähriger Bauzeit wieder eingeweiht. 1986 begann der Wiederaufbau des Residenzschlosses.Dresden nach der Wiedervereinigung
1990 wird Dresden zur Landeshauptstadt des Freistaates Dresden. Seitdem wurden viele der alten Gebäude wieder aufgebaut und restauriert. Heute ist der Wiederaufbau der wichtigsten historischen Bauwerke abgeschlossen, nur einige wenige Gebäude befinden sich noch in der Wiederherstellung.Im Sommer 2002 wurde die Stadt Opfer der so genannten "Jahrhundertflut". Durch die Überflutung erlitten viele historische Gebäude wie der Zwinger, die Semperoper, die Gemäldegalerie, die Kathedrale, das Schauspielhaus und der Landtag Schäden. Heute sind die Schäden des Hochwassers beinahe vollständig beseitigt.